Anlässlich der Jahrestagung 2013 des Österr. Heilbäder- und Kurorteverbandes (ÖHKV)  am  20. Oktober 2013 in Bad Hofgastein wurde einstimmig beschlossen, an die kommende Bundesregierung und an die im Parlament vertretenen Parteien folgende Resolution zu richten:

 Resolution:

„ Ausbau der medizinischen Kur als Teil der präventiven Gesundheitsförderung“

sowie

„Schaffung von steuerlichen Anreizen für individuelle, medizinische Präventionsmaßnahmen“

 

„Länger leben bei guter Gesundheit“ ist eines der Kernziele der Gesundheitsreform.  Derzeit investiert Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern  zu viel Geld in die Reparaturmedizin und zu wenig in Prävention und Gesundheitsförderung. Lediglich 1,8 % des Gesundheitsbudgets werden für Prävention aufgewendet.

„Wie bleiben wir länger gesund“?  Diese Frage erhebt sich, nachdem im Europavergleich die Österreicher länger krank sind, als in anderen Ländern. Die Gefahr von stressbedingten aber auch chronischen Erkrankungen wird für  immer mehr Menschen mit hohen beruflichen/oder privaten Belastungen zum individuellen Problem. Das persönliche Gesundheitsmanagement wird künftig für viele eine Schlüsselkompetenz ihrer Lebensführung werden.

Immer größere Teile der Bevölkerung  realisieren, dass Eigenvorsorge zum Erhalt der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit einerseits persönlich lohnend ist, andererseits auch am Arbeitsplatz und im Privaten erwartet wird.

Maßnahmen zur Förderungen der Gesundheit sind daher im Beruf und Alltag von großer  Bedeutung. Wesentliche Schwerpunkte der heutigen medizinischen Kurangebote sind  Änderungen des Lebensstils, die dazu beitragen sollen, die Leistungsfähigkeit der Menschen zu erhalten, das Antrittsalter für  Pensionen zu erhöhen und Pflegebedürftigkeit zu verhindern sowie die Lebensqualität der Menschen insgesamt zu steigern.

Damit würden langfristig positive volkswirtschaftliche Effekte wie u.a. geringere Krankenstandstage, niedrigere Medikamentenkosten und ein späterer Pensionsantritt erzielt.

 

Die Bundesregierung wird ersucht:

 1. in der kommenden Legislaturperiode als einen der Schwerpunkte in  der  Gesundheitspolitik  die medizinische Kur als wichtige primäre präventive Maßnahme neben der bereits bestehenden sekundär präventiven Maßnahme aufzuwerten und

2. Steuerliche Anreize zu schaffen, wenn ein aktiver Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit geleistet wird. Vorgeschlagen wird, dass jährlich ein Betrag von bis zu 1.500 Euro als Sonderausgabe gem. §18 ESTG für medizinisch verordnete Kur- und Präventionsmaßnahmen geltend gemacht werden kann.

 

 

 

 

 

 

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