Neue Gesundheitskonzepte in Kurorten

Die österreichischen Heilbäder und Kurorte starten mit neuen Konzepten in die Zukunft. Gemeinsam mit der Sozialversicherung soll künftig noch mehr Wert gelegt werden auf Prävention. In Zukunft wollen sich die Betriebe und auch die traditionsreichen Kurorte noch stärker als Gesundheitskompetenzzentren etablieren, sagte Mag. Josef Sommer, Präsident des Österreichischen Heilbäder- und Kurorteverbandes (ÖHKV) am Montag bei der Jahrestagung in Bad Tatzmannsdorf. Einen Beitrag dazu leisten soll auch das Pilotprojekt Gesundheitsvorsorge Aktiv (GVA), das derzeit in verschiedenen Einrichtungen in Österreich läuft und künftig stark ausgebaut werden soll.

Ernährung umstellen und abnehmen? Viele Menschen möchten Stress reduzieren, sich mehr bewegen oder mit dem Rauchen aufhören. Doch der Alltagstrott und nicht zuletzt der wachsende Druck in der Arbeitswelt machen eine Umstellung von Lebensgewohnheiten schwer. Frühpensionierungen, Burnout-Raten und chronische Erkrankungen steigen. Einen bewährten und lange erprobten Ausweg bietet die Kur. Sie ist per Definition eine medizinische Maßnahme zur Erhaltung und Festigung der Gesundheit beziehungsweise zur Linderung von chronischen Krankheiten, unterstrich die Bürgermeisterin von Bad Traunstein, NR Angela Fichtinger (ÖVP). Sommer ergänzte: „Wenn wir Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Probleme im Bewegungsapparat in einer älter werdenden Gesellschaft einbremsen wollen, müssen wir präventiv agieren."

„Die Kurorte waren immer Motor von Veränderungen im Gesundheitswesen und haben die Entwicklungen über Jahrhunderte geprägt. Der stetige Wandel ist unsere Konstante", sagte Sommer. Die Kur sei deshalb auch nicht verstaubt, wie manche kritisieren, sondern Innovator im Gesundheitswesen. Sommer: „Niemand beschäftigt sich so lange mit Gesundheit wie Kurorte, und das in allen Ausprägungen." Die Kur ist gerade auch deshalb eine Marke mit extrem hoher Bekanntheit und Sympathiewerten.

Der ÖHKV will deshalb auch die Kurorte wieder ins Zentrum rücken. Sommer: „Kurorte sollen Eckpfeiler in der Gesundheitsversorgung bleiben und der Punkt, von dem neue Entwicklungen im Gesundheitsbereich ausgehen." Dazu komme, dass die Kur oft auch in entlegenen Regionen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. „Der Trend, dass Gesundheit immer wichtiger wird, ist unübersehbar. Immer mehr Menschen wollen etwas für die Gesundheit tun", sagte Dr. Leonhard Schneemann, Vorstandsdirektor der Kurbad Tatzmannsdorf AG. Ein Kurort sei der richtige Ort für eine Änderung im Lebensstil und um gewisse Angewohnheiten zu verändern. Dadurch können die Menschen auch länger arbeitsfähig gehalten werden. Kurorte laden aber auch einfach ein, dem Alltagsstress zu entfliehen.

Gerade die natürlichen Heilvorkommen in den Kurorten bieten günstige, über Jahrhunderte erprobte und wissenschaftlich belegte und natürliche Angebote, Gesundheit zu fördern, zu erhalten und auch wieder herzustellen. „Es ist oft leichter im Gesundheitswesen ein Medikament zu verschreiben, die Kur bietet aber die Möglichkeit den Lebensstil zu verändern und das auch zu lernen", gab Katrin Löbbecke, Kurdirektorin im deutschen Bad Mergentheim, den österreichischen Betrieben mit auf den Weg.

„Es geht nun darum, die Tradition der Kurorte weiter zu entwickeln und Know how und Atmosphäre zu schaffen, damit sich ein Gast entsprechend aufgehoben und betreut fühlt. , sagt Sommer.

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Dr. Kurt Kaufmann (Geschäftsführer ÖHKV), Dir. Helmut Sacher (PVA), Dr. Leonhard Schneemann (Kurbad Tatzmannsdorf AG), Mag. Josef Sommer (Präsident ÖHKV), Dietmar Lindau (Tourismusdirektor Bad Tatzmannsdorf)

 

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